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Gauloises Caporal – Le matin d’après, Frankreich 1968

Gauloises Caporal – Le matin d’après, Frankreich 1968

€149,00

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Diese Gauloises-Anzeige aus dem Jahr 1968 ist keine Werbung im klassischen Sinn, sondern eine Momentaufnahme existenzieller Ruhe. Ein Mann sitzt auf Steinstufen, Zigarette in der Hand, eine Flasche und ein Glas neben sich. Kein Lächeln, kein Triumph – nur Präsenz. Der Text darunter spricht nicht von Genuss, sondern von Haltung, Talent zum Leben, zur Nacht, zum Morgen danach.

Gauloises verstand es wie kaum eine andere Marke, Rauchen nicht zu erklären, sondern zu verkörpern. Diese Anzeige ist dafür ein Lehrstück: Fotografie statt Illustration, Schweigen statt Parole, Schwarz-Weiß statt Verführung. Sie richtet sich nicht an Konsumenten, sondern an Menschen, die sich selbst ernst nehmen.


Hintergrundgeschichte

Ende der 1960er-Jahre steht Gauloises auf dem Zenit ihrer kulturellen Bedeutung. Die Marke ist eng verbunden mit Intellektuellen, Künstlern, Journalisten und Filmemachern – weniger mit Werbung als mit Weltanschauung.

Diese Anzeige erschien 1968, in einem Jahr gesellschaftlicher Umbrüche, in dem Pose und Pathos an Bedeutung verloren. Stattdessen dominieren Reduktion, Authentizität und ein neuer Ernst. Genau das spiegelt dieses Motiv wider: kein Studio, kein Idealbild, sondern ein Mensch im Übergang zwischen Nacht und Tag.


Technische Informationen

  • Originale Magazinanzeige

  • Erscheinungsjahr: 1968

  • Herkunft: Frankreich / deutschsprachige Ausgabe

  • Druck: Schwarzweiß

  • Format: Vollformat (Magazinseite)

  • Zustand: altersgemäß sehr gut, mit minimalen Gebrauchsspuren


Infos zur Anzeige

  • Ungeschnittene Originalseite

  • Rückseite mit zeitgenössischem Magazininhalt

  • Kein Reprint, keine Reproduktion

  • Jede Anzeige ein Unikat der Druckgeschichte


Persönliche Einschätzung

Ich halte diese Anzeige für außergewöhnlich stark, weil sie nichts will. Sie erklärt nicht, sie überzeugt nicht, sie wirbt nicht. Sie ist einfach da. Genau darin liegt ihre Kraft.

Das Motiv funktioniert heute fast besser als 1968: als stilles Statement, als Gegenpol zu lauten Bildern, als Ausdruck von Haltung statt Lifestyle. Für mich ist das eine der seltenen Tabakanzeigen, die man nicht als Werbung liest, sondern als Fotografie.

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